Eine intensive Auseinandersetzung mit der Natur, das Wissen um die Zyklen des Lebens und die Vorstellung von einer intuitiv erfassbaren, kosmischen Lebensenergie stehen im Mittelpunkt von Alexandra Hendrikoffs Arbeiten. Aus Papier gestaltet die 1965 in Bad Reichenhall geborene Künstlerin zart anmutende Objekte und Schwebeobjekte, die den Betrachter durch ihre Vielschichtigkeit und durch ihren Detailreichtum in ihren Bann ziehen.

In meditativer Handarbeit besetzt sie die Ränder ihrer Skulpturen mit Gräsern oder das Innere mit Löwenzahnsamen, so dass in den Hohlräumen eine zweite Hülle entsteht, die zwischen materiell und immateriell schwebt. Hendrikoff bezieht sich mit der Wahl ihrer Formensprache auf die Natur als Mutter aller Kreativität, erschafft jedoch ganz neue Kreaturen, die an Pflanzen, Organe oder Unterwasserwesen erinnern.

Der Titel der Ausstellung ‚ATEM‘ verweist auf ein zentrales Thema ihrer Arbeit - die Durchlässigkeit und die Kommunikation alles Lebendigen mit der Umgebung. Mit ihren Werken schärft Alexandra Hendrikoff unser Bewusstsein dafür und erinnert daran, dass auch wir als Menschen mit unserer Wahrnehmung in den Raum hineinragen und durch Einatmen den Raum in uns aufnehmen.

Außerdem: Am 28. Oktober eröffnet das Center for Advanced Studies eine Ausstellung mit Werken von Alexandra Hendrikoff und Thomas Sebening. Die Natur des Lebendigen.